Wenn du im Pflegealltag arbeitest, musst du nicht nur medizinische Begriffe kennen. Du musst auch verstehen, wie Sätze aufgebaut sind. Besonders häufig begegnet dir die Nominalisierung: Verben oder Adjektive werden zu Nomen. Das macht Dokumentationen und Übergaben oft kürzer, aber auch schwieriger. Mit klaren Regeln kannst du diese Sprache sicher verstehen und selbst anwenden.
Was bedeutet Nominalisierung in der Pflege?
Nominalisierung bedeutet, dass ein Verb oder ein Adjektiv als Nomen verwendet wird. In der Berufssprache der Pflege hilft diese Form, Informationen kurz, sachlich und professionell auszudrücken. Typische Signale sind ein Artikel, eine Präposition oder eine Endung wie -ung, -heit, -keit oder -tion.
Ein Verb beschreibt normalerweise eine Handlung:
- Die Pflegekraft beobachtet die Atmung.
- Der Patient trinkt ausreichend.
- Die Wunde heilt langsam.
Durch die Nominalisierung wird daraus ein Nomen:
- die Beobachtung der Atmung
- die ausreichende Flüssigkeitsaufnahme
- die langsame Heilung der Wunde
Das Nomen wird großgeschrieben. Oft steht davor ein Artikel oder eine andere Begleitform. Außerdem verändert sich die Satzstruktur. Aus einem vollständigen Satz mit einem Verb entsteht zum Beispiel eine kurze Angabe in einer Dokumentation.
Verbalsatz:
Die Pflegekraft kontrolliert den Blutdruck regelmäßig.
Nominalstil:
Die regelmäßige Kontrolle des Blutdrucks erfolgt durch die Pflegekraft.
Nominalisierungen findest du besonders in Pflegeberichten, Standards, Arztbriefen, Übergaben und Prüfungsaufgaben. Sie helfen dabei, Abläufe neutral darzustellen. Gleichzeitig können lange Nominalketten schwer verständlich sein. Deshalb ist es wichtig, beide Formen zu beherrschen: den Nominalstil zum Lesen und Dokumentieren sowie den Verbalstil für klare Gespräche mit Patientinnen, Patienten und Angehörigen.
Für deine Deutsche Grammatik Pflege ist außerdem der Kasus wichtig. Nach einer Nominalisierung steht häufig ein Genitiv oder eine Präposition:
- die Durchführung der Körperpflege
- die Kontrolle des Verbandes
- die Unterstützung bei der Mobilisation
- die Information über die Medikamenteneinnahme
Der Genitiv beantwortet oft die Frage „Wessen?“. Bei „die Kontrolle des Verbandes“ fragst du: Wessen Kontrolle? Die Kontrolle des Verbandes.
Wie bildest du Nominalisierungen richtig?
Nominalisierungen entstehen meistens aus Verben oder Adjektiven. Bei Verben helfen typische Endungen wie -ung, -tion, -ion, -ment oder -nahme. Adjektive werden häufig mit einem Artikel substantiviert und dann großgeschrieben. Der wichtigste Hinweis ist: Vor dem neuen Nomen steht oft ein Begleiter wie „die“, „eine“, „zur“ oder „bei der“.
Aus einem Verb mit der Endung -en entsteht häufig ein Nomen mit -ung:
- versorgen → die Versorgung
- lagern → die Lagerung
- dokumentieren → die Dokumentation
- beraten → die Beratung
- beobachten → die Beobachtung
- mobilisieren → die Mobilisation
Nicht jede Bildung funktioniert mechanisch. Einige Wörter haben eine besondere Form:
- aufnehmen → die Aufnahme
- messen → die Messung
- untersuchen → die Untersuchung
- entscheiden → die Entscheidung
- pflegen → die Pflege
Auch Adjektive können nominalisiert werden. Dann stehen sie meistens mit einem bestimmten Artikel:
- der Patient bleibt nüchtern → das Nüchternbleiben des Patienten
- die Patientin ist mobil → die Mobilität der Patientin
- der Bewohner ist unruhig → die Unruhe des Bewohners
- etwas ist wichtig → das Wichtige
Bei nominalisierten Adjektiven bleibt die Endung abhängig vom Artikel und vom Fall:
- das Wichtige dokumentieren
- mit dem Wichtigen beginnen
- etwas Neues erklären
- die Bedürfnisse der älteren Menschen
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Präposition. Die Präposition bestimmt den Kasus:
- bei der Durchführung der Pflege
- nach der Einnahme des Medikaments
- vor der Mobilisation des Patienten
- zur Vermeidung von Stürzen
- wegen der Verschlechterung des Zustands
Der Satz „Vor der Mobilisation kontrolliert die Pflegekraft den Blutdruck“ enthält eine Nominalisierung. „Vor der Mobilisation“ ist eine Zeitangabe. Danach folgt der Hauptsatz mit dem konjugierten Verb „kontrolliert“.
Nominalisierte Formen sind also nicht nur Wortschatz. Sie beeinflussen auch Artikel, Endungen, Präpositionen und Satzbau. Genau diese Verbindung ist für B2 wichtig.
Nominalisierung oder Verbalstil?
Der Nominalstil wirkt sachlich und kompakt. Der Verbalstil wirkt meistens direkter und leichter verständlich. In einem Pflegebericht kann stehen: „Nach der Medikamentengabe trat eine Besserung der Schmerzen ein.“ Im Gespräch klingt natürlicher: „Nachdem die Patientin das Medikament bekommen hatte, wurden ihre Schmerzen besser.“
Beide Sätze sind grammatisch richtig. Die passende Form hängt von der Situation ab:
- Dokumentation: kurze, sachliche Nominalformen
- Patientengespräch: klare Verben und einfache Satzstrukturen
- Prüfung: beide Formen verstehen und gezielt bilden
- Übergabe: eine Mischung aus Fachsprache und verständlichen Verben
Der Nominalstil darf nicht dazu führen, dass wichtige Informationen unklar werden. Gute Pflegekommunikation ist fachlich korrekt und trotzdem verständlich.
Welche Beispiele gibt es aus dem Pflegealltag?
Nominalisierungen kommen in fast jedem Bereich der Pflege vor. Sie beschreiben Maßnahmen, Beobachtungen, Veränderungen und Ziele. Wer die häufigsten Kombinationen kennt, versteht Pflegedokumente schneller und kann eigene Sätze sicherer formulieren.
Hier sind typische Beispiele:
| Verbalsatz | Nominalisierung |
|---|---|
| Die Pflegekraft wäscht den Patienten. | die Körperpflege des Patienten |
| Die Pflegekraft lagert die Patientin um. | die Umlagerung der Patientin |
| Die Pflegekraft kontrolliert die Temperatur. | die Temperaturkontrolle |
| Der Patient bewegt sich selbstständig. | die selbstständige Mobilität des Patienten |
| Die Wunde heilt gut. | die gute Wundheilung |
| Die Pflegekraft misst den Blutzucker. | die Blutzuckermessung |
| Die Patientin nimmt das Medikament ein. | die Medikamenteneinnahme |
| Die Pflegekraft informiert die Angehörigen. | die Information der Angehörigen |
| Der Patient stürzt nicht. | die Sturzprophylaxe |
| Die Pflegekraft bespricht das Pflegeziel. | die Besprechung des Pflegeziels |
Achte auf die Bedeutung. „Die Kontrolle des Blutdrucks“ kann bedeuten, dass jemand den Blutdruck misst. „Die Kontrolle des Patienten“ kann dagegen auch eine Überprüfung seines allgemeinen Zustands bedeuten. Das Nomen muss also zum fachlichen Zusammenhang passen.
In einer Übergabe könnten folgende Sätze vorkommen:
- „Bei der Aufnahme zeigte der Patient eine erhöhte Temperatur.“
- „Nach der Verabreichung des Schmerzmittels berichtete er über eine Besserung.“
- „Die Durchführung der Mobilisation war nur mit Unterstützung möglich.“
- „Zur Vermeidung von Druckstellen wurde die Patientin regelmäßig umgelagert.“
- „Wegen der Verschlechterung des Allgemeinzustands wurde der Arzt informiert.“
Die langen Ausdrücke enthalten oft mehrere Informationen. „Wegen der Verschlechterung des Allgemeinzustands“ nennt einen Grund. „Zur Vermeidung von Druckstellen“ nennt ein Ziel. „Nach der Verabreichung des Schmerzmittels“ nennt einen Zeitpunkt.
Für B2-Lernende ist es sinnvoll, Nominalisierungen in Wortgruppen zu lernen, nicht nur als einzelne Wörter. Lerne zum Beispiel nicht nur „Mobilisation“, sondern die ganze Verbindung:
- die Mobilisation des Patienten
- bei der Mobilisation mit Unterstützung
- nach der Mobilisation im Flur
- zur Förderung der Mobilität
So erkennst du auch die richtige Präposition und den passenden Kasus.
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Für die richtige Auswahl zwischen fachlichem Ausdruck und Alltagssprache hilft außerdem der Artikel Fachsprache vs. Umgangssprache in der Pflege: Wann welches Register?. Dort wird erklärt, wann ein medizinischer Begriff sinnvoll ist und wann eine einfachere Form besser passt.
Welche typischen Fehler solltest du vermeiden?
Die häufigsten Fehler entstehen bei der Großschreibung, beim Artikel, beim Kasus und bei Präpositionen. Außerdem bilden Lernende manchmal eine Nominalisierung, die zwar grammatisch möglich klingt, aber im Pflegekontext unüblich ist. Prüfe deshalb immer den gesamten Ausdruck und nicht nur das einzelne Wort.
Fehler bei der Großschreibung
Nominalisierte Verben und Adjektive werden großgeschrieben:
- richtig: beim Waschen des Patienten
- falsch: beim waschen des Patienten
- richtig: das regelmäßige Messen des Blutdrucks
- falsch: das regelmäßige messen des Blutdrucks
Nach Wörtern wie „beim“, „zum“, „im“ oder „am“ steht häufig ein nominalisiertes Verb:
- beim Lagern
- zum Desinfizieren
- im Dokumentieren
- am Messen
Allerdings ist nicht jede Endung automatisch ein Nomen. Entscheidend ist die Funktion im Satz.
Fehler beim Artikel und Kasus
Viele Pflegebegriffe haben ein festes grammatisches Geschlecht:
- die Versorgung
- die Beobachtung
- die Mobilisation
- der Verband
- das Medikament
- die Einnahme
Nach einer Präposition musst du den Kasus beachten:
- vor der Aufnahme
- nach der Untersuchung
- bei der Körperpflege
- wegen des Sturzes
- zur Vermeidung von Infektionen
Ein typischer Fehler ist: „Nach die Untersuchung informiert die Pflegekraft den Arzt.“ Richtig heißt es: „Nach der Untersuchung informiert die Pflegekraft den Arzt.“
Zu lange Nominalketten
Nominalstil kann unübersichtlich werden. Der Satz „Die Durchführung der regelmäßigen Kontrolle der selbstständigen Durchführung der Körperpflege ist erforderlich“ enthält zu viele Nomen.
Besser ist:
„Die Pflegekraft kontrolliert regelmäßig, ob der Patient die Körperpflege selbstständig durchführen kann.“
Oder in einer kürzeren Dokumentation:
„Regelmäßige Kontrolle der selbstständigen Körperpflege erforderlich.“
Wähle die Form nach dem Ziel. Wenn eine Handlung wichtig ist, ist ein Verb oft klarer. Wenn du einen Abschnitt knapp beschreiben möchtest, kann eine Nominalisierung besser passen.
Auch der Unterschied zwischen „durch“ und „von“ ist wichtig:
- die Durchführung durch die Pflegekraft
- die Information durch den Arzt
- die Unterstützung von Angehörigen
„Durch“ betont häufig die handelnde Person oder das Mittel. „Von“ zeigt oft eine Zugehörigkeit oder Quelle.
Wenn du weitere Grammatikthemen für den Pflegeberuf suchst, findest du bei unsere Ratgeber zusätzliche Erklärungen zu Fachwortschatz, Kommunikation und Prüfungsvorbereitung. Für höfliche Bitten und Empfehlungen ist außerdem der Konjunktiv II einfach erklärt – mit Beispielen aus dem Pflegealltag hilfreich.
Welche Übungen helfen beim Lernen?
Gute B2 Grammatik Übungen verbinden Regeln mit realistischen Situationen. Besonders effektiv ist es, zuerst einen Verbalsatz zu lesen, daraus eine Nominalisierung zu bilden und anschließend den Kasus zu kontrollieren. So trainierst du Wortbildung, Satzbau und Fachwortschatz gleichzeitig.
Übung 1: Bilde die passende Nominalisierung
Forme die markierten Verben in Nomen um.
- Die Pflegekraft beobachtet die Atmung.
- Der Patient wird mobilisiert.
- Die Pflegekraft dokumentiert den Sturz.
- Die Angehörigen werden beraten.
- Die Wunde wird regelmäßig kontrolliert.
Lösungen:
- die Beobachtung der Atmung
- die Mobilisation des Patienten
- die Dokumentation des Sturzes
- die Beratung der Angehörigen
- die regelmäßige Kontrolle der Wunde
Achte bei Nummer 2 auf den Unterschied zwischen „mobilisieren“ und „Mobilisation“. Das Verb beschreibt die Handlung, das Nomen bezeichnet die Maßnahme.
Übung 2: Ergänze Artikel und Endung
Setze die richtige Form ein.
- Nach ___ (Untersuchung) wurde der Patient auf die Station gebracht.
- Bei ___ (Durchführung) der Körperpflege braucht sie Hilfe.
- Zur Vermeidung ___ (Sturz) muss der Rollator erreichbar sein.
- Wegen ___ (Verschlechterung) des Zustands wurde der Arzt gerufen.
- Vor ___ (Einnahme) des Medikaments soll der Patient etwas essen.
Lösungen:
- Nach der Untersuchung
- Bei der Durchführung
- Zur Vermeidung eines Sturzes
- Wegen der Verschlechterung
- Vor der Einnahme
Bei „zur Vermeidung eines Sturzes“ steht „Sturzes“ im Genitiv. Der unbestimmte Artikel lautet im Genitiv maskulin „eines“.
Übung 3: Verwandle den Nominalstil
Formuliere die Sätze mit einem Verb.
- Nach der Einnahme des Medikaments sank die Temperatur.
- Die Durchführung der Wundversorgung erfolgte am Vormittag.
- Wegen der Verschlechterung der Atmung wurde der Notdienst informiert.
Mögliche Lösungen:
- Nachdem der Patient das Medikament eingenommen hatte, sank die Temperatur.
- Die Pflegekraft versorgte die Wunde am Vormittag.
- Weil sich die Atmung verschlechterte, wurde der Notdienst informiert.
Es gibt oft mehrere richtige Lösungen. Wichtig ist, dass die Zeit, der Grund und die handelnde Person korrekt bleiben. Diese Umformungen sind besonders nützlich, wenn du schriftliche Prüfungsaufgaben bearbeiten oder eine Dokumentation mündlich erklären musst.
Wie kannst du die Regeln für die Prüfung und den Beruf nutzen?
Die Regeln werden sicher, wenn du Nominalisierungen immer in einem fachlichen Zusammenhang lernst. Schreibe nicht nur Vokabellisten. Bilde kurze Beispielsätze aus typischen Situationen wie Aufnahme, Körperpflege, Medikamentengabe, Wundversorgung und Entlassung.
Ein einfacher Lernplan besteht aus vier Schritten:
- Markiere das Verb: Suche im Satz die Handlung.
- Bilde das Nomen: Prüfe, ob eine Form mit „-ung“, „-tion“ oder einer anderen Endung passt.
- Kontrolliere den Kasus: Frage nach „Wessen?“, „Wem?“ oder „Wen?“.
- Prüfe die Verständlichkeit: Ist der Nominalstil hier sinnvoll oder wäre ein Verb besser?
Beispiel:
„Die Pflegekraft unterstützt den Patienten beim Aufstehen.“
- Verb: aufstehen
- Nominalisierung: das Aufstehen
- Präposition: beim = bei dem
- korrekter Satz: „Die Pflegekraft unterstützt den Patienten beim Aufstehen.“
Im Prüfungskontext musst du oft Informationen aus einem Text entnehmen, Sätze ergänzen oder eine Situation schriftlich beschreiben. Nominalisierungen helfen dir, formelle Texte zu verstehen. Für eine eigene Antwort solltest du aber nicht jedes Verb in ein Nomen umwandeln. Eine gute Lösung mischt klare Verben mit passenden Fachbegriffen.
Deutsch Grammatik Pflegekräfte wird besonders dann verständlich, wenn du die Sprache mit deinen täglichen Aufgaben verbindest. Schreibe zum Beispiel jeden Tag drei Sätze:
- „Bei der Aufnahme wurde der Blutdruck gemessen.“
- „Nach der Mobilisation war der Patient erschöpft.“
- „Die Beratung der Angehörigen fand am Nachmittag statt.“
Danach formulierst du dieselben Informationen mit Verben. Auf diese Weise erkennst du die Unterschiede zwischen beiden Stilen.
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Was solltest du zur Nominalisierung zusammenfassen?
Nominalisierungen machen die Sprache in Dokumentation, Übergabe und Fachtexten kurz und sachlich. Sie entstehen häufig aus Verben mit Endungen wie -ung oder -tion, aber auch durch die Verwendung eines nominalisierten Adjektivs. Vor dem Nomen stehen oft Artikel, Präpositionen oder andere Begleiter.
Die wichtigsten Regeln sind:
- Nominalisierte Verben und Adjektive werden großgeschrieben.
- Der Artikel muss zum Nomen passen.
- Präpositionen bestimmen den Kasus.
- Genitivgruppen sind in Fachtexten sehr häufig.
- Lange Nominalketten können unklar werden.
- Im Patientengespräch sind Verben oft verständlicher.
- Für Dokumentationen und Prüfungen brauchst du beide Sprachformen.
Eine gute Formulierung ist nicht automatisch die längste oder fachlichste Formulierung. Entscheidend ist, dass die Information eindeutig bleibt. „Nach der Medikamentengabe klagte der Patient nicht mehr über Schmerzen“ ist korrekt und kompakt. Im Gespräch kann jedoch „Nachdem der Patient das Medikament bekommen hatte, waren die Schmerzen besser“ natürlicher klingen.
Wenn du regelmäßig kurze Umformungen übst, verbessert sich dein Lesen und Schreiben. Markiere Nominalisierungen in Pflegeberichten, sammle typische Wortgruppen und sprich die Verbalform laut aus. So entwickelst du ein Gefühl für Fachsprache und kannst dich in Prüfung und Beruf sicherer ausdrücken.
Häufige Fragen zu diesem Thema
Was ist eine Nominalisierung einfach erklärt?
Eine Nominalisierung ist ein Verb oder Adjektiv, das wie ein Nomen verwendet wird. Das Wort wird dann großgeschrieben und steht oft mit einem Artikel oder einer Präposition. Aus „mobilisieren“ wird zum Beispiel „die Mobilisation“, aus „beim lagern“ wird „beim Lagern“.
Warum gibt es so viele Nominalisierungen in der Pflege?
Nominalisierungen machen fachliche Texte kurz, sachlich und übersichtlich. Sie beschreiben Maßnahmen wie die Versorgung, die Beobachtung oder die Dokumentation. In Gesprächen mit Patienten sind klare Verben jedoch häufig leichter zu verstehen.
Wie erkenne ich nominalisierte Verben?
Nominalisierte Verben stehen oft nach „beim“, „zum“, „im“ oder „am“ und werden großgeschrieben. Beispiele sind „beim Waschen“, „zum Desinfizieren“ und „im Dokumentieren“. Auch Endungen wie „-ung“ oder „-tion“ zeigen häufig eine Nominalisierung.
Welcher Kasus steht nach „bei der Durchführung“?
Nach „bei“ steht der Dativ, deshalb heißt es „bei der Durchführung“. Das gilt auch für andere feminine Nomen: „bei der Aufnahme“, „bei der Körperpflege“ und „bei der Untersuchung“. Der Artikel „der“ zeigt hier den Dativ Singular.
Wie kann ich Nominalisierungen für B2 besser üben?
Bilde aus Alltagssätzen aus der Pflege zuerst Nominalisierungen und danach wieder Verbalformen. Übe außerdem Präpositionen mit vollständigen Wortgruppen, zum Beispiel „nach der Medikamenteneinnahme“. Regelmäßige kurze Übungen sind meist hilfreicher als das Auswendiglernen einzelner Endungen.
Ist Nominalstil immer besser als ein Satz mit Verb?
Nein, Nominalstil ist nicht immer die beste Wahl. Er passt gut zu Dokumentationen, Überschriften und formellen Texten. Für Patientengespräche und klare mündliche Erklärungen sind Verben oft verständlicher und persönlicher.
Welche Nominalisierungen sind in der Pflege besonders wichtig?
Besonders häufig sind „die Aufnahme“, „die Versorgung“, „die Mobilisation“, „die Beobachtung“, „die Dokumentation“, „die Medikamentengabe“ und „die Wundversorgung“. Lerne diese Wörter am besten mit typischen Präpositionen und Beispielen. Dadurch kannst du sie sicher in Sätzen verwenden.
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